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Win our Coach!

Samstag, 12. Dezember 2009

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Dieses Jahr gibt es ein ganz besonders Dynamic Squad Weihnachtsspezial für alle Ladys!  Als Dankeschön für den tollen Support bei unseren Spielen haben wir überlegt, was wir euch als Dankeschön zurückgeben können. Und da uns für euch nur das Beste gut genug ist, war schnell klar, dass unser Coach herhalten muss:

Wir verlosen ein Date mit unserem Coach Johannes Püllen. Wir verschenken unseren Coach für einen Abend an euch. Ihr könnt mit ihm Essen oder ins Kino gehen, von ihm eure Wohnung aufräumen oder putzen lassen oder was immer euch einfällt. Außerdem kann unser Coach als Psychologie-Student naturgemäß super zuhören….also Ladys, lasst euch einen tollen Abend mit dem Coach nicht entgehen.

Willst du unseren Coach gewinnen, dann beantworte folgende Fragen möglichst kreativ und überzeugend:

Warum hast du es verdient unseren Coach zu gewinnen?

Schicke einfach eine Email bis zum 20.12.2009 an info@dynamicsquad.com.

Coach J´s Corner: Die Schiedsrichter!

Samstag, 17. Oktober 2009

Coach J´s Corner

Hier schreibt unser Coach Johannes Püllen über Basketball im Besonderen und Gott und die Welt im Allgemeinen.  In unregelmäßigen Abständen findet ihr hier die Gedanken von Coach J zu allen möglichen Themen, denn das D-Squad Universum besteht nicht nur aus Basketball….

Heute schreibe ich über ein Thema mit dem ich mich schon länger beschäftige: Die Schiedsrichter! Egal ob Fußball, Handball, Eishockey oder Basketball – Schiedsrichter werden in fast jedem Spiel unsachlich kritisiert, persönlich beleidigt, eingeschüchtert oder sogar angegriffen.

Dabei ist es egal welche Liga oder Altersklasse man betrachtet, ob es sich um ein Meisterschaftsspiel, Turnierspiel oder vielleicht sogar nur ein Freundschaftsspiel handelt: Ständig werden Schiedsrichter von Trainern, Spielern, Eltern oder Zuschauern angeschrienen oder beleidigt. Gerade im Jugendbereich musste ich viele Negativ-Beispiele erleben. Ich erinnere mich zum Beispiel noch an eine Szene aus der vergangenen Saison als ich Trainer der U14 Mädchen-Mannschaft der Köln 99ers war. Wir haben auf einem Turnier gegen ein Team aus Hessen gespielt und waren deutlich unterlegen. Trotzdem regte sich der gegnerische Trainer dermaßen über die Leistung einer Schiedsrichterin auf, dass er in einer Unterbrechung auf Feld stürmte und die Schiedsrichterin dermaßen anbrüllte dass sie weinend die Halle verließ. Warum muss so etwas sein? Warum gibt es jedes Spiel Beispiele für respektloses Verhalten gegenüber Schiedsrichtern? Ich persönlich kann das absolut nicht verstehen und finde dieses Verhalten schrecklich. Denn eines darf man nie vergessen: Schiedsrichter haben den wichtigsten und schwierigsten Job im Spiel, können sich nicht verstecken, müssen sich jedem Problem stellen, wichtige Entscheidungen treffen, schwierige und unpopuläre Entscheidungen vertreten und trotz der ständigen Kritik an ihnen zu allen gleichermaßen fair bleiben.

Ein Basketballschiedsrichter hat oft nur Bruchteile einer Sekunde um sich zu entscheiden ob er ein Foul gesehen hat oder nicht. Basketball ist ein sehr schnelles Spiel mit einem komplexen und schwierigen Regelwerk, das viele Interpretationen zulässt. Da ist es oft sehr schwer sich richtig zu entscheiden. Auch vergessen viele Trainer und Spieler, dass sie es nicht mit professionell ausgebildeten Schiedsrichtern zu tun hat. Um in Deutschland Schiri zu werden besucht man 3-4 Abende lang einen Theorie-Kurs, pfeift ein oder zwei Spiele und wird dann auf die Mannschaften „losgelassen“. Das, gerade die jungen Schiedsrichter, dann natürlich total überfordert sind erklärt sich von selbst.  Auch die Weiterbildung lässt zu wünschen übrig. Die Schiedsrichter lernen also „on the job“. Da der Basketball Bund seit Jahrzehnten zu wenige Schiedsrichter hat ist die Selektion naturgemäß nicht besonders groß und so ziemlich jeder kann Schiedsrichter werden, egal ob geeignet oder nicht. So kommt es leider auch vor das Leute Schiedsrichter werden die eigentlich weniger gut geeignet sind für diesen Job. Das rechtfertigt in meinen Augen jedoch noch lange nicht sie dann 40 Minuten lang anzuschreien und zu beschimpfen.

Basketball ist ein Spiel das von den Fehlern anderer lebt, in der Tat werden von den Spielern und Trainern sogar viel mehr falsche als richtige Entscheidungen getroffen bzw. Fehler begangen.

Ein altes Sprichwort sagt: „Wie man in den Wald hinein schreit, so schallt es hinaus“. Ich verstehe viele Spieler und auch Trainerkollegen nicht in ihrem Umgang mit den Unparteiischen: Anstatt sofort loszubrüllen wenn ein schlechter Pfiff erfolgt ist, sollte man versuchen konstruktiv miteinander zu reden. Ich kenne keinen Menschen, der, nachdem er wegen einem Fehler angebrüllt und vielleicht auch beleidigt wurde, danach unvoreingenommen und offen mit seinem Gegenüber umgehen kann. Kein Schiedsrichter wird nach einer Schimpftirade sagen: „klar, du hast recht, ab jetzt pfeife ich so wie du es mir sagst“. Eher das Gegenteil wird im Verlauf des Spiels der Fall sein. Natürlich gibt es auch unter den Unparteiischen schwarze Schafe, die bewusst ihre Machtposition ausspielen und es auch genießen. Auch gibt es Kollegen, die einfach nicht geeignet sind für ihren Job. Dennoch wünsche ich mir dass wir besser mit den Schiedsrichtern umgehen, selbst in hektischen Phasen in denen wir mit der Leistung der Frauen und Männer in Grau nicht zufrieden sind. Denn wir sollten nicht vergessen das die Schiedsrichter einen ziemlich ungeliebten Job ausüben von dem wir alle abhängig sind.

Ich persönlich bin stolz darauf, dass meine Spieler das in den letzten Monaten verstanden haben und sich im Vergleich zur Vorsaison bisher super den Schiris gegenüber benommen haben -- bis auf

Jan-Welf ;-) . Gerade da wir viele Kinder unter unseren Zuschauern haben die das Verhalten ihrer „Vorbilder“ nachahmen.

Weiter so Jungs.

Coach J´s Corner: Integration von Ausländern in Deutschland

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Hier schreibt unser Coach Johannes Püllen über Basketball im Besonderen und Gott und die Welt im Allgemeinen.  In unregelmäßigen Abständen findet ihr hier die Gedanken von Coach J zu allen möglichen Themen, denn das D-Squad Universum besteht nicht nur aus Basketball….

Heute schreibt unser Coach nicht über Basketball sondern über ein Thema das scheinbar zunächst nichts mit unserem geliebten Sport zu tun hat: über Integration von Ausländern in Deutschland. Aktueller Anlass sind die Äußerungen des Bundesbank-Chefs Thilo Sarrazin. Dynamic Squad ist keine politische Organisation allerdings verstehen wir uns als Sportverein und Anbieter von Camps für Kinder und Jugendliche als wichtige Institution für Integration. Da ein Großteil unserer Spieler und auch Camp-Besucher einen Migrationshintergrund hat fühlen wir uns auch berufen hier unsere Meinung beizusteuern, da D-Squad unter anderem auch für Toleranz und Multikulti steht…..also hören wir mal, was der Coach dazu zu sagen hat:

Es ist Montagabend ich sitze gerade bei meinen Eltern, da ich auf meinen kleinen Bruder aufpassen muss und um mich zu beschäftigen zappe ich im TV. Ich bleibe im ersten Programm hängen: hart aber fair mit Frank Plasberg. Thema sind die Äußerungen des Bundesbank-Chefs Thilo Sarrazin, die momentan DAS Thema in den Medien sind. Sarrazin, bekannt für markige Sprüche und schnelle Urteile hat anscheinende einen wunden Punkt getroffen: Es gibt keine Zeitung die sich nicht mit seinen Äußerungen beschäftigt oder sie kommentiert.  Eine seiner Aussagen: „Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert“ oder auch: „Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate“. Weiterhin spricht er von gescheiterter Integration und dem Unwillen der Ausländer sich zu integrieren.

In der ersten Herrenmannschaft von Dynamic Squad spielen 15 Spieler.

Rachid, geboren in Düsseldorf, stammt aus einer marokkanischen Familie, neben Deutsch spricht er noch Arabisch und außerdem ist er Moslem. Rachid studiert Sport und BWL in Wuppertal. Yuta ist Japaner, obwohl in Düsseldorf geboren, besitzt er nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Er arbeitet im Unternehmen seines Vaters, dass in Düsseldorf ansässig. Igor ist zwar Deutscher, wurde aber in Kiew geboren und spricht auch noch etwas Russisch. Dibo und Divine sind Ghanesen und sprechen neben Deutsch noch Englisch und Twi. Mo wurde in Teheran geboren und schleppt zu jedem Spiel regelmäßig unseren iranischen Fanclub mit (die übrigens alle Studentinnen sind). Jonas wurde auf Lappland geboren und ist Eskimo. Heutzutage ist er Deutscher und studiert Sport in Köln. Ich könnte das hier noch weiter fortsetzen, spare mir das aber aus Platzgründen. Fakt ist:  von 15 D-Squad Spielern besitzen 10 einen Migrationshintergrund oder sind keine Deutschen. Bei uns prallen 7 verschiedene Nationen, Mentalitäten und Religionen aufeinander. Wie steht es da mit der Integration in DIE deutsche Kultur und die Anerkennung Deutschlands?

Die Bundesrepublik Deutschland ist nach den USA das größte Einwanderungsland der Welt (setzt man die Anzahl der Immigranten mit der Anzahl der Staatsbürger in Relation), die Themen Migration, Ausländerfeindlichkeit, Asylrecht, Volksverhetzung tauchen in regelmäßiger Wiederholung in den Medien auf. Leider muss man dabei immer wieder bemerken, dass die Diskussionen zu diesen Themen immer sehr undifferenziert ablaufen. Es gibt nicht DIE Ausländer, DIE Türken, DIE Araber. In Deutschland leben mehrere Millionen Ausländer bzw. Menschen mit einem Migrationshintergrund. Sie über einen Kamm zu scheren ist schlichtweg unmöglich. In der Diskussion in der gestrigen Sendung von hart aber fair wurde derselbe Fehler gemacht: Egal ob es die anwesenden Politiker, Schriftsteller oder die Vorsitzende der türkischen Migrationsbewegung war, es wurde immer von DEN Ausländern gesprochen. In den letzten PISA-Studien konnte man eines ganz deutlich erkennen: Wir haben weniger ein Ausländerproblem, als vielmehr ein Sozialproblem. Der Zusammenhang zwischen Migration und Ausbildung und sozialem Status wird nicht von dem Aspekt des Migrationshintergrundes bestimmt, sondern von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht. Ordnet man nämlich ausländische Schüler entsprechend nach den sozialen Schichten aus denen sie kommen stellt man überrascht fest: Die Unterschiede zwischen Ausländern und Deutschen sind gar nicht so groß. Je höher der soziale Status der Familie, desto höher das Bildungsniveau. Dieser Zusammenhang gilt aber auch umgekehrt: je niedriger die Herkunft, desto niedriger der Bildungsabschluss bzw. teilweise ist gar kein Schulabschluss vorhanden. Will man also die von Sarrazin angesprochenen Probleme beheben, muss man sich im Klaren darüber sein, dass man es vor allem mit einem Sozialproblem zu tun hat. Über 60 Prozent der in Deutschland lebenden Migranten und Ausländer gehören zur sozialen Unterschicht und haben somit kaum Möglichkeiten gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die verschiedenen sozialen Schichten haben sich in den letzten Jahren immer stärker voneinander abgegrenzt und Kinder aus verschiedenen sozialen Schichten haben kaum Kontakt miteinander. So ist es kaum Möglichkeit Verständnis für andere zu entwickeln, die ein gänzlich anderen Wertekanon als den eigenen haben. Ich bin zum Beispiel in Grevenbroich zum Gymnasium gegangen und in meiner Stufe gab es insgesamt nur 3 Schüler mit einem Migrationshintergrund. Erst durch den Basketball bin ich mit gleichaltrigen in Kontakt gekommen, die nicht „deutsch“ waren.

Natürlich hat Sarrazin auch einige richtige und auch wichtige Dinge angesprochen: Es gibt auch viele Migranten, die sich eine Parallel-Welt aufgebaut haben und kein Interesse an Integration haben. Allerdings muss man sich in dieser Thematik sehr vorsichtig und sehr differenziert bewegen. Wie bei allen wichtigen Themen gibt es viele verschiedene Ursachen und Gründe für zum Teil sehr unterschiedlich erscheinende Phänomene. Das Thema Integration ist ein sehr komplexes und lässt sich sicherlich nicht in einem reißerischen Zeitungsinterview optimal behandeln.

Wir von Dynamic Squad sind jedenfalls sehr stolz darauf, dass wir ein multikulturelles Nebeneinander haben, das geprägt ist von Tolerant und Akzeptanz. In unseren Camps haben wir Kinder aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Milieus. Egal ob Türke, Marokkaner, Deutscher oder Japaner. Sie sind alle Teil der Dynamic Squad Family.

Sport ist die optimale Möglichkeit um Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und Vorurteile und Stereotype abzubauen. Ich würde mir wünschen, dass das die Politik auch endlich mal erkennen würde und den Sport in Deutschland besser fördert als bisher umso zu einer toleranteren und besseren Gesellschaft beizutragen.

Zur Lage der Liga – Interview mit Coach J

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Die Saison 2009 / 2010  ist gerade mal drei Wochen alt, drei Spiele wurden absolviert und dennoch kann man bereits erste Trends in der Bezirksliga erkennen. Grund genug für uns mit dem Coach von Dynamic Squad, Johannes Püllen, ein Interview zu dem bisherigen Saisonverlauf zu führen und ihn um eine Prognose für die nächsten Monate zu bitten:

Blog:

Johannes, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast für das Interview. Zum Einstieg die obligatorische Frage nach dem bisher erreichten: Wie zufrieden bist du mit deinem Team nach 3 Spieltagen?

Coach J:

Mit dem bisher erreichten können wir nur bedingt zufrieden sein. Nach 3 Spieltagen liegen wir zwar auf Platz 1 der Tabelle aber wir haben bisher nur gegen die schwächeren Teams der Liga gespielt. Wir haben zwar alle Spiele deutlich gewonnen, aber man darf nicht nur auf das Ergebnis schauen.  In den bisherigen Spielen konnten wir nur teilweise überzeugen. Wir haben vor allem wegen unserer bisherigen individuellen Überlegenheit gewonnen und nicht weil wir als Team besser gespielt haben.

Blog:

Aber solange die Spiele gewonnen werden ist das doch egal, oder?

Coach J:

das sehe ich anders. Eine Saison ist immer ein Prozess in dem eine positive Entwicklung erkennbar sein sollte. Wir hatten einige ganz gute Vorbereitungs-Spiele, deswegen habe ich erwartet, dass wir wie die Feuerwehr in die Saison starten und unsere Gegner nur so überlaufen. Bisher sehe ich davon allerdings nicht so viel. Wir stagnieren im Moment ein bisschen ich bin aber optimistisch, dass wir in den nächsten Wochen die Kurve bekommen werden. Natürlich ist das entscheidende am Ende zu gewinnen, aber um zu gewinnen muss man eben auch gut spielen. Außerdem ist es wichtig, dass wir unseren tollen Fans eine gute Leistung zeigen.

Blog:

Worin liegen die Gründe dafür, dass ihr im Moment nicht euer volles Potenzial ausschöpfen könnt?

Coach J:

Momentan haben wir keine gute Trainingsbeteiligung. Das liegt nicht daran, dass die Spieler unmotiviert wären, ganz im Gegenteil, aber die Jungs sind im Moment alle sehr beschäftigt, oder sind durch Krankheiten, Verletzungen gehandicapt. Devid zum Beispiel hatte in den letzten Wochen kein Auto und da er in Köln wohnt, konnte er nicht zum Training kommen. Jan-Welf hat gerade einen neuen Job angefangen und war beruflich extrem eingespannt. Drino war verletzt, musste dann in die Schweiz und ist auch demnächst für einen Monat im Urlaub. Siggi war stark an der Uni eingespannt, Mo hatte und hat immer noch Schulter-Probleme und ist durch sein neu gegründetes Unternehmen zeitlich stark eingeschränkt und und und. Ich hoffe aber, dass wir in den nächsten Wochen beständig mit allen Trainieren können und in den nächsten Spielen wieder überzeugen werden.

Blog:

Das bringt uns direkt zum nächsten Punkt: was erwartest du für die nächsten Wochen?

Coach J:

Die nächsten Wochen werden zeigen, wo wir stehen! Zunächst treffen wir auf unseren Erzrivalen TUSA Düsseldorf. Unsere Fans werden sich noch daran erinnern, wie wir im Playoff-Finale knapp verloren haben. Die Zeit ist reif für eine Revanche. Darauf die Woche spielen wir dann gegen die zweite Mannschaft von TG 81 Düsseldorf, bevor wir dann auf unseren wahrscheinlich stärksten Konkurrenten treffen: TG 81 Düsseldorf.

Blog:

Also entscheidet sich die Meisterschaft zwischen TG und euch?

Coach J:

Nein, auf keinen Fall. Es ist viel zu früh um zu sagen wer Favorit ist. Natürlich sind sowohl TG als auch wir ambitioniert und wollen den Titel, allerdings muss man auch die anderen Teams auf der Rechnung haben. Zudem muss man aufpassen um nicht in einem Moment der Unkonzentriertheit oder Überheblichkeit gegen einen vermeintlich „schwachen“ Gegner zu verlieren. Stürzelberg hat bisher kein Spiel verloren und zum Teil sehr deutliche Ergebnisse erzielt. ART 3 hat zwar schon ein Spiel verloren, besteht aber aus sehr erfahrenen Spielern, vor denen man auf jeden Fall Respekt haben muss. Generell glaube ich aber, dass TG und wir die beiden stärksten Teams der Liga sind. Ich kann also allen Fans nur raten zum Spiel gegen TG zu kommen. Es wird ein heißes game.

Blog:

Ok, das war es erst mal von unserer Seite. Danke für das Gespräch und noch viel Erfolg für die weitere Saison.

Coach J’s Corner: Motivation – Was treibt uns eigentlich an?

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Coach J´s Corner

Hier schreibt unser Coach Johannes Püllen über Basketball im Besonderen und Gott und die Welt im Allgemeinen.  In unregelmäßigen Abständen findet ihr hier die Gedanken von Coach J zu allen möglichen Themen, denn das D-Squad Universum besteht nicht nur aus Basketball….

Heute findet ihr hier den ersten Beitrag von Coach J. Zum Auftakt beschäftigt sich der Coach mit dem Thema Motivation. Im Basketball und im Sport allgemein wird ständig über Motivation gesprochen, aber was genau ist genau Motivation eigentlich? Warum tun wir was wir tun?

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Es ist ein Montagabend im August. 21:50 Uhr. Wir sind auf dem Sportplatz der Uni. Es ist bereits dunkel, man kann kaum noch was sehen, ich kann meistens nur noch die Umrisse der Spieler erkennen. Wir haben Konditionstraining. Bereits seit einigen Wochen trainieren wir vier Mal die Woche um uns auf die Saison vorzubereiten. 2 mal in der Halle und 2 mal hier draußen auf dem Platz. Kraft-Ausdauertraining mit unserem Athletik-Trainer Rachid. Das heißt vor allem eins: Schmerzen! 10 km Laufen zum Aufwärmen, dann Sprints, Kraftübungen, wieder mehrere Kilometer Laufen und zum Abschluss nochmal Sprints und Kraftübungen. Die meisten machen schon nach den ersten Sprints schlapp, trotzdem quälen sich alle bis zum Ende durch. Igor, eigentlich unser fittester Spieler, ist heute nicht gut drauf, er muss sich übergeben, trotzdem macht er später weiter. Jonas, unser Kapitän, ist auch dabei, obwohl er heute 7 Stunden an der Uni war. Erst Schwimmen, dann mehrere Kilometer Inliner-Fahren, zum Abschluss noch Hürdenlauf, und dass mehrere Stunden lang. Er sieht müde aus, ist erschöpft, trotzdem kommt er zum Training und macht mit. Er ist schon nach dem 10 km Lauf total erledigt. Aber er macht bis zum Ende mit.

2 Monate später, wieder ist es Montagabend. 20 Uhr. Wir haben Training. Drino ist gekommen, obwohl er nicht mit trainieren kann, da er eine Knieverletzung hat. Drino wohnt in Oberhausen, er bleibt bis zum Ende des Trainings um 22 Uhr. Das heißt er wird erst so gegen 23 Uhr zu Hause sein. Trotzdem ist er gekommen, um zu sehen was wir machen und nichts Wichtiges zu verpassen.

Es gibt noch tausend anderer ähnlicher Geschichten die man erzählen könnte. Unsere Mannschaft besteht aus Studenten, Angestellten, Unternehmern. Die meisten haben eine Freundin, haben beruflich viel zu tun, müssen sich auf Prüfungen vorbereiten oder sind sonst irgendwie verpflichtet. Wir spielen „nur“ in der Bezirksliga. Das ist die 2 niedrigste Basketball-Liga in Deutschland. Die meisten Teams in der Liga bestehen aus älteren Spielern, die keine Lust mehr haben hart zu trainieren oder aus jüngeren, die nur ab und zu „zocken“ wollen ohne viel zu investieren. Manche Teams trainieren sogar gar nicht, sondern treffen sich nur und zocken im Training rum.

Wir nicht. Wir haben in unserer 8 wöchigen Vorbereitung 4 mal die Woche trainiert, manchmal an den Wochenenden sogar noch ein Freundschaftsspiel gehabt. Freitagabends, wenn die meisten am Vortrinken sind und sich auf die Party „vorbereiten“ stehen wir in der Halle und trainieren. Viele unserer Spieler verzichten für D-Squad auf Freizeit, Partys oder andere angenehme Dinge, die das Leben schöner machen.  Die meisten werden sich fragen: Ja und? Die Jungs sind halt motiviert. Das ist doch normal, wenn man etwas will, dann setzt man sich dafür auch ein! Was ist das besondere daran?

Ich finde es ist auf jeden Fall etwas Besonderes, wenn man bereit ist auf angenehme Dinge zu verzichten, Anstrengungen und Unbequemlichkeiten in Kauf zu nehmen ohne etwas dafür zu bekommen? Oder bekommt man vielleicht doch etwas?

Wie bereits oben angesprochen sind viele Dinge in unserem Leben eine Frage der Motivation. Doch was genau ist Motivation eigentlich? Wo kommt sie her? Steckt sie bereits in uns, und muss nur geweckt werden, oder ist sie etwas was uns von außen zugeführt wird? Gibt es vielleicht gar keine Motivation, sondern ist das was wir als Motivation bezeichnen nur eine ganz geschickte Manipulation?

Wenn man direkt gefragt wird, was Motivation für einen selbst ganz persönlich bedeutet, kommen viele Menschen ins Stocken. Wir alle reden ständig darüber, sei es im Zusammenhang mit der Schule, der Uni, der Arbeit, unserer aktuellen Beziehung etc. Aber mal Hand auf Herz: Wenn ihr mal für euch diese Frage beantwortet, was Motivation eigentlich ist, dann kommt ihr wahrscheinlich schnell ins Stocken.

Gerade im Sport ist Motivation die treibende Kraft. Ohne sie geht man nicht zum Training, strengt sich im Spiel nicht an, setzt sich nicht für die Mannschaft ein.

Gibt man bei Wikipedia „Motivation“ ein (ja ich weiß, wikipedia ist KEINE wissenschaftliche Quelle…), findet man dort u.a. folgende Definition:

Motivation (von lat. motus, „Bewegung“) bezeichnet […] einen Zustand des Organismus, der die Richtung und die Energetisierung des aktuellen Verhaltens beeinflusst.

Motivation ist also ein Zustand der unser Verhalten beeinflusst, aber was oder wer löst diesen Zustand aus? Wie werden wir in diesen Zustand versetzt der offenbar der Auslöser dafür ist, das wir uns in einer bestimmten Art und Weise verhalten?

Wie bei allen wichtigen und schwierigen Themen gibt es auch auf diese Fragen keine einfachen Antworten. In der Motivationspsychologie unterscheidet man vor allem 2 theoretische Ausrichtungen: Inhaltsmodelle und Prozessmodelle.

Die Inhaltsmodelle beschäftigen sich mit Inhalt, Art und Wirkung von Motiven. Ein ganzes System von Motiven wird angeboten und bestimmt, nach welchen Gesetzmäßigkeiten welche Motive verhaltensbestimmend werden. Hier stehen also unsere Motive etwas zu tun im Mittelpunkt des Interesses. Ein Motiv ist eine Persönlichkeitseigenschaft, die bestimmt was uns wichtig ist, wie wichtig uns eine Sache ist und was wir bereit sind für diese bestimmt Sache zu tun (oder auch nicht zu tun). Motive können sozial sein (Geselligkeit, Vermeidung von Isolation), biologisch (Hunger, Durst) oder auch kulturell (Anerkennung und Macht). Motive können von Person zu Person variieren oder auch innerhalb eines einzigen Menschen über die Zeit hinweg einer Veränderung unterliegen. Motive sind unglaublich variabel und können in unendlich vielen Variationen auftreten. Sie können intrinsich (also auf etwas Immaterielles gerichtet sein, das in uns selber liegt) oder extrinsich (auf etwas Materielles, das außerhalb uns selbst liegt gerichtet) sein.

Die Prozessmodelle versuchen im Gegensatz zu den Inhaltsmodellen zu erklären, wie Motivation formal und losgelöst von Bedürfnisinhalten entsteht und auf das Verhalten wirkt. Das Ziel des Verhaltens ist unbestimmt, aber das Individuum will den subjektiv erwarteten Nutzen maximieren. Die Forscher gehen also davon aus, dass wir kein konkretes Ziel vor Augen haben wenn wir handeln, sondern das es darum geht so viel Gewinn wie möglich aus einer Sache zu ziehen. Hier geht es also wieder um Motive, aber es fehlt das konkrete Ziel. Bei den Inhaltsmodellen habe ich genau vor Augen, wo ich hin will, was ich erreichen will. Bei den Prozessmodellen weiß ich das nicht so genau. Was ich aber weiß ist, dass ich so viel wie möglich will.

Für beide Modelle existieren eine Menge spezifischer Modelle, die sich in vielen Dingen widersprechen, einige Gemeinsamkeiten und Übereinstimmungen haben und einige wenige Entsprechungen. Aber eines ist allen Modellen und Theorien gemeinsam, egal von welchem Forscher sie entwickelt worden sind, von welcher psychologischen oder philosophischen Schule sie auch beeinflusst wurden. Und das ist das Bedürfnis! Ohne Bedürfnisse kein Handeln. Ohne Bedürfnisse kein Leben! Wir essen weil wir das Bedürfnis nach Nahrung haben. Wir arbeiten um das Bedürfnis nach Anerkennung, Geld, Macht, Beschäftigung etc. zu befriedigen. Und hier kommt auch wieder der Bogen zum Basketball im Allgemeinen und zu D-Squad im Besonderen: Warum spielen wir zusammen Basketball, arbeiten hart, verzichten auf viele angenehme Dinge und stehen stattdessen lieber schwitzend freitagabends in einer Sporthalle?

Weil wir alle Bedürfnisse haben, die wir befriedigen wollen. Der eine sucht einfach nur eine Möglichkeit mit seinen Freunden zusammen was zu unternehmen, der nächste will beim Spiel vor den Fans glänzen, wieder ein anderer sucht hier die Bestätigung, die er woanders vielleicht nicht bekommt. Damit sind wir auch wieder bei der Frage, was man dafür bekommt, sich Woche für Woche im Training abzurackern und zu kämpfen? Ganz einfach: Die Belohnung sind unsere tollen Fans! Es ist unglaublich, wie toll wir von unseren regelmäßig über einhundert Fans unterstützt werden. Sie sind es, die unsere Heimspiele zu etwas besonderem machen. Seien unsere persischen Mädels oder unsere japanischen Ultras, es macht so viel Spaß vor euch zu spielen!

Letztendlich ist es aber egal was das Motiv ist, was zählt ist die Konsequent des Motivs, die Motivation. Und die ist bei unseren Jungs super hoch!

Der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry schrieb einmal einen sehr interessanten Satz zum Thema Motivation:

Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.

Das Schiff, das wir diese Saison bauen wollen ist der Aufstieg in die Landesliga. Und die Sehnsucht nach dem Meer, mit der ich dieses Ziel erreichen will ist die heftige Party, falls wir aufsteigen sollten ;-) Also Jungs, haut rein!!! Es gibt viel zu tun.

In diesem Sinne: D-Squad 4 Ever!

Haut rein und möge die Macht mit euch sein

Coach J

Coach J‘ s Corner

Dienstag, 6. Oktober 2009

Heute wird der erste Beitrag der berühmten Coach J`s Corner Serie online gehen. Die Welt ist gespannt!!!